Montag, 26. Februar 2018

Amor und seine scheiß Pfeile

Sorry, irgendwie bekomme ich es nicht wirklich regelmäßig hin hier Updates rein zu stellen.
Liegt zum einen daran, dass ich zu Hause keinen PC mehr habe und ich einfach keinen Bock habe mit dem Tablet zu schreiben. Das mag mal für kurze Texte gehen, aber nicht auf Dauer.
Gerade sitze ich nun auf Arbeit, Kinder sind alle im Bett und Schlafen und ich habe bereits meine Nachtbereitschaftszeit, so dass ich auch private Dinge erledigen kann.
So auch hier der angekündigte Bericht über Amor, welcher seine Pfeile irgendwie komisch verteilt und eine Tine, welche keine Ahnung von dem ganzen Liebeskram hat und sich somit komplett in etwas verrannt hat, was von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen ist. Dafür, dass ich das jetzt so schreiben kann und erkannt habe, was gerade falsch läuft habe ich ein halbes Jahr gebraucht. Ein halbes Jahr in dem ich in einer Beziehung gewesen bin.

Kennengelernt haben wir uns auf einem großen Festival. Allerdings nicht besoffen unter den Feiernden, nein wir haben gearbeitet. Ich bin seit nun fast 4 Jahren in meiner Stadt Mitglied im Roten Kreuz und arbeite dort ehrenamtlich im Sanitätsdienst. Man erlebt viel und hat halt auch die Möglichkeit auf Festivals zu arbeiten.
Natürlich wurde ich für die Nachtschicht eingeteilt. Und natürlich nicht an der Bühne, sondern schön im Zeltlager. Während der Einsatzbesprechung stand neben mir ein Riese, welcher das Glück hatte an die Bühne zu dürfen. Ich war schon etwas neidisch, denn immerhin spielten Trailerpark und Jennifer Rostock um nur mal zwei gute Bands zu nennen. Aber auch meine Arbeit im Zelt machte sehr viel Spaß und ich kam gut mit den Kollegen aus, welche ich vorher nicht kannte.
Tagsüber hatten wir dann frei zum Schlafen und Entspannen. Unser Lager war etwa 20 Minuten Fußweg von dem Hauptgeschehen entfernt, so dass man auch halbwegs schlafen konnte.
Nach dem Schlafen saß man dann zusammen und redete, über den Dienst und was einen sonst so beschäftigte. So kam ich auch mit dem Riesen, welcher an der Bühne arbeitete, ins Gespräch und wir fanden heraus, dass wir viele gemeinsame Interessen haben, beide den selben Beruf gelernt haben und uns auch sonst sehr gut verstanden.
Nach den drei Nachtdiensten tauschte man Nummern aus, damit er mir Fotos und Videos einiger Acts schicken konnte.
Eine Woche später stand für mich der Klinikaufenthalt an und ich hatte ein großes Problem. Ich hatte mich zwar frühzeitig um die Unterbringung meiner Katzen gekümmert, aber Ralfs Pflegestelle sprang aus Schwangerschaftsgründen und Toxoplasmose kurzfristig ab, so dass ich mit meiner Katze ohne Unterbringung da stand. Zu Örchen konnte er leider nicht, da dort nur für einen Platz war und die mit ihm auch gut ausgelastet waren. Alleine bleiben und jemanden füttern lassen, über den Zeitraum von sechs bis acht Wochen, absolut ausgeschlossen.
Also fragte ich in meiner Verzweiflung den Riesen, der übrigens Steve hieß, um Hilfe, nachdem er erzählte er habe ein Haus, in welchem auch eine weitere Katze wohnt und seine Oma, die ihn auch bekuscheln könnte. Denn seine Katze ist keine Schmusekatze, wohingegen Ralf jeden Gelegenheit nutzt, die sich ihm bietet.
Und so erklärte sich Steve dazu bereit, Ralf bei sich aufzunehmen. Wir hatten uns schon vorher zu einem Treffen in Berlin verabredet, da wir uns doch sehr sympathisch waren und ich außerdem noch ein paar Klamotten benötigte. Also Samstag nach Berlin, mich mit Steve auf einen Eisbecher und Vapiano getroffen. Es war sehr schön, auch mal in einer anderen Atmosphäre miteinander reden zu können und so füllten wir locker 7 Stunden.
Sonntag wollte Steve dann zu mir kommen und Ralf abholen. Da er ja ausgerüstet gewesen ist, brauchte ich nur die Box mit Katze fertig machen. Vorher sind wir noch spazieren gegangen.
Dann ging am nächsten Tag für mich die große Reise los.
Für das zweite Wochenende meines Klinikaufenthalts kündigten sich meine Großeltern an und oh Überraschung Steve. Er brachte sogar ein Kissen mit Foto von sich und Ralf mit. Ja ziemlich kitschig, aber irgendwo auch echt süß. Außerdem hatte er einen Picknickkorb vorbereitet, da wir zusammen in Berlin eine Decke für meinen Aufenthalt gekauft hatten.
Weitere zwei Wochen später stand Steve erneut auf der Matte. Man muss dazu sagen, dass die Klinik nicht um die Ecke lag, sondern 350 Kilometer und etwa 3 1/2 Stunden Fahrtweg entfernt war.
Das zweite Mal hatte er sich allerdings in einer Pension in der Umgebung der Klinik eingemietet für eine Nacht, so dass wir etwas mehr Zeit miteinander hatten. Dieses Wochenende ist auch Kirmes im Dorf gewesen und er Schoss mir einen relativ großen Minion. Auf dem Rückweg vom Dorf in die Klinik kam es dann zum ersten Kuss.
Steve besuchte mich zwei Wochen später wieder und auch, als ich um zwei Wochen verlängert wurde, kam er mich wieder besuchen. Von meiner Station kannten ihn viele und er wurde teilweise schon als Teil der Gruppe gesehen.
Das letzte Wochenende blieb er sogar über zwei Nächte. In der ersten Nacht schlief er bei mir im Zimmer, richtig rebellisch im zweiten Bett meines Dreibettzimmers. Zumindest habe ich ihn dort nach einer halben schlaflosen Nacht hin verbannt.
Zweite Nacht wurde noch rebellischer, eine sehr gute Freundin von meiner Station hatte den nächsten Tag Geburtstag und wollte mit uns rein feiern. Aber nicht langweilig in der Klinik. Nein ein netter Discobesuch war geplant. Gesagt getan, ein weiterer aus unserem Kleeblatt-Team kam aus Kiel, was nicht weit von der Klinik lag. So schmiedeten wir den Plan, bei ihm zu schlafen und in Kiel feiern zu gehen. Natürlich nicht ganz erlaubt über Nacht weg zu bleiben. Aber es war ein verdammt geiler Abend und die anderen haben Augen gemacht, als nach der Entlassung von uns allen ein Video des Abends in der WhatsApp-Gruppe landete. Und wir haben bemerkt, dass wir besser keine Schauspieler werden sollten. Denn trotz Feiertag durften wir nicht ausschlafen, sondern hatten gegen 11 Uhr eine Therapie auf dem Plan stehen. Denn es dürfen keine 3 Tage am Stück Therapiefrei sein und der Feiertag ist ein Montag gewesen. Aber es war eine etwas andere Therapie und hat echt Spaß gemacht.
Am Montagabend fuhr Steve wieder nach Hause und kam mich am Mittwoch-Mittag abholen. Meine acht Wochen waren vorbei und nun ging es wieder nach Hause. Wir fuhren als erstes bei meinen Großeltern ran, welche die Post für mich gesammelt haben und für die ersten Tage eingekauft hatten. Immerhin waren wir erst am späten Abend wieder in der Heimat.
Er brachte mich danach auch noch nach Hause und wir holten gemeinsam Örchen bei seiner Pflegestelle ab, die froh waren ihn los zu werden. Er hat mich sehr vermisst und blöderweise ist vorher nicht aufgefallen, dass er erblindet ist. In seiner gewohnten Umgebung kannte er sich aus, aber in der fremden Umgebung lief er ständig gegen Wände, pinkelte an falschen Stellen und bekam noch Herz- und Lungenprobleme, so dass sie Notfallmäßig mit ihm zum Tierarzt mussten. Also bekam ich meinen Kater mit Ausstattung und jeder Menge Medikamenten wieder. Leider hat er nur noch knapp zwei Monate gehabt, ehe er über die Regenbogenbrücke gegangen ist.
Ralf bekam ich erstmal gar nicht wieder, denn der ist zwei Tage vor meiner Rückkehr stiften gegangen. Tauchte aber nach drei Wochen wieder auf. Vermutlich nur, weil ihn draußen keiner gestreichelt und bekuschelt hat. ;)
Mit Steve lief es in der nächsten Zeit ganz gut. Die Wochenenden war er bei mir und wir verbrachten viel Zeit miteinander. Teilweise blieb er auch in der Woche bei mir, auch als ich teilstationär in einer Tagesklinik gewesen bin. Er brachte mich morgens hin, schlief nochmal und erledigte dann einige Arbeiten, ehe er mich Nachmittags wieder abholte.
Ich lernte seine Eltern kennen, welche super nett waren und mich sofort liebevoll in die Familie aufgenommen haben.
Ich denke, jeder andere hätte mich um meinen Freund beneidet. Er war wirklich sehr liebevoll, sorgte sich rührend und unterstütze mich, auch wenn ich Phasen hatten in denen ich schwer zu ertragen war. Aber irgendwie war es nichts für mich, denn es war viel zu eng und zu viel. Außerdem hatte ich lange Zeit Angst davor, mit ihm über den Missbrauch zu reden und meiner damit verbundenen sehr vorsichtigen und unsicheren Herangehensweise an sexuelle Aktivitäten. Denn immerhin war und bin ich noch Jungfrau, zumindest nach rein biologischer Sicht.
Ich fühlte mich insgesamt immer unwohler, konnte aber nicht benennen, woran es lag. Ich führte Gespräche ohne Ende, aber er verstand es nicht, dass ich meinen Freiraum brauchte.
Im Februar hatte ich einen kompletten Absturz, in dem ich nicht zur Arbeit ging, mich komplett einigelte und mein Handy ausschaltete. Klar machte er sich nur Sorgen, aber ich habe von Anfang an mit offenen Karten gespielt, was meine Gesundheit und meine Macken anbelangt, so dass er wusste wenn so etwas ist, einfach in Ruhe lassen und mir etwas Zeit geben, dass ich von selber auf jemanden zu gehe. Mich in so einer Situation sofort unter Druck zu setzen ist absolut kontraproduktiv.
Irgendwann begann ich zu begreifen, ein Grund für den fetten Absturz war neben meiner schlechten Arbeit, bei der ich mich ganz und gar nicht wohl fühlte, auch die Beziehung zu Steve.
Richtig bewusste wurde es mir, als sich das schlechte Gewissen meldete. Ich bekam Ende Februar die Zusage für meine neue Wohnung. Steve hat sehr viel in der Wohnung gearbeitet, bis ich merkte, dass er es aus einem anderen Grund tat. Denn für mich war klar, das wird MEINE Wohnung. Er sagte zwar, er finde es noch zu früh zum Zusammenziehen und hat zudem auch Haus und Grundstück sowie Arbeit 1 1/2 Stunden von mir entfernt, aber ich denke ingeheim hat er es doch gehofft, dass es unsere Wohnung wird.
Das war der Punkt, wo ich merkte, dass etwas ganz gewaltig schief läuft.
Meine große Stärke ist, dass ich wenn ich erkannt habe, was mir nicht gut tut, auch direkt daran arbeiten kann, so dass ich umgehend das Gespräch suchte und ihm meine Situation erklärte. Ich hatte zwar sehr große Angst vor dem Gespräch, denn als Mensch ist er mir extrem wichtig geworden mit seiner fürsorglichen Art. Aber halt nicht für eine Beziehung. Dennoch wusste ich, dass ich ihm nichts vorspielen kann und möchte, denn damit hätte ich ihn nur noch mehr verletzt und kaputt gemacht.
Ich denke ich habe unbewusst, schon sehr viel angerichtet bei ihm. Ich konnte während der Beziehung nicht "Ich liebe dich" sagen, es ging einfach nicht, da ich es nicht gefühlt habe. Einmal sagte er zu mir, er wisse wie schwer mir Gefühle fallen und dass er sich so freut, dass ich es ja schon einmal gesagt habe. Meine total geschockte Antwort: "Was habe ich gemacht?" Nett und einfühlsam ist vielleicht nicht so ganz meine Stärke.

Klar hat es ihn super verletzt, dass ich die Beziehung beendet habe, aber ich war da sehr strikt, denn ich wollte ihm auch keine Hoffnungen machen, um ihn dann wieder zu enttäuschen.

Leider haben Steve und ich heute gar keinen Kontakt mehr, da er auch nach langer Zeit nicht auf Nachrichten reagiert. Finde ich sehr schade, denn als Mensch habe ich ihn wirklich lieb gewonnen.

Wie schon geschrieben vermute ich nun, dass ich als alte Katzenomi enden werde. Aber abwarten, was die Zeit so bringt.

Samstag, 16. Dezember 2017

Comeback

Hey ihr Lieben.
Ich wurde vor einiger Zeit von einer alten Bekannten beim Klassentreffen auf diesen Blog angesprochen und dass sie es total schade finde, dass es keine Updates mehr gibt.
Immer wieder spukte nun das Thema Blog wieder in meinem Hinterkopf umher und ich habe mich nun dazu entschlossen den Blog zu reaktivieren. Vielleicht hilft es mir ja doch einiges in meinem Kopf zu ordnen zu bestimmten Themen. Außerdem ist es doch eine tolle Abwechslung, habe auch gerade einige meiner alten Posts nachgelesen und musste bei einigen doch sehr schmunzeln. ☺

Was hat sich getan bei mir?
Ich habe einen langen Klinik Aufenthalt in Bad Bramstedt hinter mir. Es war so mit die beste, aber auch anstrengendste Zeit in meinem Leben. Ich so viele tolle neue Leute kennen gelernt, die doch alle ähnliche Sorgen und Probleme haben. In den Gruppen-Therapien habe ich mich teilweise gefragt, ob die Leute von ihren Problemen sprechen oder meine Gedanken gelesen haben. Auch unabhängig vom Alter habe ich noch mit vielen aus dieser Zeit Kontakt und man erinnert sich immer wieder gemeinsam an witzige Erlebnisse, von denen es einige gab. Gerade meine Station (die A1 = ADHS im Erwachsenen Alter) war in der Klinik etwas gefürchtet, da wir doch alle einen mehr oder weniger kleinen Knall hatten und es bei uns immer laut und teilweise auch sehr lustig zuging. Schon faszinierend, wie sehr man sich teilweise verstellen kann bzw. wie sehr die Hyperaktivität und die Depressionen sich gegenseitig beeinflussen.

Nach den zwei Monaten in Bad Bramstedt ging es wieder zurück in die Heimat und es folgten zwei Monate teilstationär in einer Tagesklinik. Schrecklichste Zeit überhaupt, auch wenn ich dabei viel über mich und die Entstehung bzw den Zusammenhang einiger meiner Probleme gelernt habe. Aber im Großen und Ganzen ist die Klinik nicht auf ADHS ausgelegt gewesen und daher habe ich eher wenig in die Gruppe gepasst, bis dann eine junge Dame dazu kam, wo ich ebenfalls ne Hyperkinetische Störung vermutet habe. Besagte Dame ist mit einer Borderline-Diagnose entlassen worden. Dazu muss ich erklären, dass ADHS und Borderline sich sehr stark ähneln und sehr schwierig zu unterscheiden sind, wenn man die Unterschiede nicht kennt. Auf jeden Fall war nach 9 Wochen mitten in der Umstellung meines Antidepressivas (war gerade am ausschleichen) kurzfristig Schluss. Ich wurde wegen angeblich zu vieler Fehltage vorzeitig entlassen, dabei hatte ich genau die Tage, die ich haben durfte und es wurden mir Tage an denen ich zu spät gekommen bin als Fehltage angekreidet. Insgeheim denke ich, sie haben nur einen Grund gesucht mich los zu werden.

Seit Dezember letzten Jahres erhalte ich Wiedereingliederungshilfe nach SGB XII, dass heißt eine nette Dame die mich 13 Stunden im Monat betreut und mit mir bestimmte Strukturen erarbeitet. Sie hilft mir sehr weiter und wir verstehen uns auch gut. Dennoch hat es fast ein Jahr gedauert, bis ich mich auf die Hilfe einlassen konnte. Auch hier bin ich wieder in mein Vermeidungsverhalten gefallen, habe mich eingeigelt und Termine nicht wahr genommen. Es gab ein ernstes Gespräch, später auch mit der Dame vom Sozialamt und mir wurde durch eine Aufgabe (ich sollte schreiben, was mir die Hilfe bringt und was passieren würde wenn ich die Hilfe nicht mehr hätte) klar, wie wichtig meine ambulante Betreuerin für mich ist. Es ist wirklich nur eine Unterstützung und hat nichts mit einem gesetzlichen Betreuer zu tun.

In diesem Jahr habe ich 2 mal die Arbeit gewechselt und arbeite nun seit knapp zwei Monaten in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe. War schon immer mein Wunschbereich als Erzieherin. Auch wenn meine Betreuerin immer wieder meint, wie paradox es doch ist, dass ich auf Arbeit Kinder und Jugendliche auf einen guten Weg bringe und doch mein eigenes Leben wenig bis kaum auf die Reihe bekomme. Vor meiner jetzigen Stelle habe ich ein halbes Jahr bei einem anderen Träger der Jugendhilfe gearbeitet.
Und nicht zu vergessen der eine Monat Gastspiel in einer Eltern-Kind-Gruppe im Asylübergangswohnheim. Aber das war absolut nicht meine Stelle, die Kinder waren mir alle zu jung, die Eltern haben nicht mitgezogen und diese Gruppe gab es mit meinem Beginn dort. Also wäre es meine Aufgabe gewesen, alles zu erschaffen, wozu ich mich definitiv nicht in der Lage gesehen habe. Es war mir alleine zu viel Verantwortung.

Außerdem bin ich Anfang des Jahres umgezogen. Ich habe nun eine gemütliche 3-Raumwohnung in zentraler Lage meiner Stadt. Wirklich schöne Ecke und das optimale, ich bin mit Fahrrad innerhalb von 3 Minuten am Kreisverband vom DRK. Das ist für die Ausbildungsabende und Einsätze wirklich extrem praktisch.

Örchen ist leider Ende letzten Jahres gestorben. 😔
Er war zum Ende sehr krank und ich stelle mir teilweise die Frage, ob ich den Zeitpunkt um ihn zu erlösen verpasst habe und ob er sich dadurch sehr gequält hat.
Aber ich habe seit etwa 1 1/2 Jahren einen zweiten Kater (Ralf) und gegen März diesen Jahres kam noch ein weiterer Kater (Mex) dazu.

Das war in absoluter Kurzfassung mein letztes Jahr.
Ein weiteres großes Kapitel des letzten Jahres folgt morgen. Ich bin gleich auf einen Geburtstag eingeladen.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Ergebisse und Zukunft

Hallöchen.
Gestern gab es nun die Prüfungsergebnisse. Irgendwie hatte ich mir deutlich mehr versprochen,  aber bestanden ist bestanden.
In der Reihenfolge, wie ich sie geschrieben habe: 4, 3, 4.
Mit der letzten vier habe ich auf jeden Fall gerechnet, aber die anderen haben mich doch etwas verwirrt.
Aber naja ich habe das ganze bestanden und bin nun (noch nicht ganz) eine staatlich anerkannte Erzieherin und das ist die Hauptsache.

Mal schauen, wie viel ich mit der Erzieherin dann anfange.
Denn zur Zeit reizt es mich mehr, eine Ausbildung zur Notfallsanitäterin über die Bundeswehr zu machen. Habe gestern ein Beratungsgespräch vereinbart, wo ich dann meine ganzen Fragen los werden möchte. Zum Beispiel wie lange ich mich dann verpflichten muss und so weiter.
Außerdem gibt es dann ja noch drei weitere Tests, die ich bestehen müsste. Aber denke, ich werde es auf jeden Fall versuchen.
Werde jetzt auch wieder anfangen richtig zu trainieren für den Sporttest.

Samstag, 18. Juni 2016

Der schwerste Kampf

Wie ich in einem der letzten Posts schon angesprochen habe, ging es mir im letzten Jahr psychisch ordentlich dreckig.
Nachdem ich mich überwunden hatte und mich noch einmal auf die Suche nach einem neues Arzt gemacht habe, habe ich einen richtig guten gefunden. Bin mit ihm an sich wirklich super zufrieden.
Er hört sich immer meine Sorgen und Probleme an und läßt mich auch viele Entscheidungen selber treffen.
Er stellte dann auch meine aktuelle Diagnose "rezidivierende Depression aktuell mittlerer Schweregrad". Dazu muss ich sagen, würde man rein nach den Kriterien gehen, wäre ich damals auch in schwere Depression reingekommen.
Habe auch lange mit mir gerungen, habe mich dann allerdings doch für Medikamente entschieden.
Das Erste mussten wir nach knapp einem Monat auf Grund extremster Nebenwirkungen, in 1 1/2 Wochen 7 Kilo runter (sind aber wieder rauf keine Sorge) da ich einfach keinen Appetit hatte, starken Muskeltremor (zittern) in der Hand und Neigung bei kleinsten Berührungen Blaue Flecke zu bekommen, absetzen. Außerdem hatte es nach etwa 5 Wochen noch immer keine Wirkung gezeigt.
Bin übrigens die Zweite in der dreißigjährigen Karriere des Arztes,  die es nicht vertragen hat und das ist mit das Gängigste.
Das neue Medikamente hatte Anfangs überhaupt keine Nebenwirkungen und hat super angeschlagen. Allerdings hatte ich nach zwei Monaten ein Gefühl von Gewöhnung und die Probleme verschlechterten sich wieder.
So wurde hochdosiert: Mittlerweile sind wir auf der zweithöchsten Dosis angekommen und langsam hört dieser Gewöhnungseffekt auf. Allerdings hatte ich die ersten zwei Wochen nach der Hochdosierung extremsten Nachtschweiß.
In der Zeit hatte ich auch eine Therapie begonnen, sie aber noch innerhalb der Probezeit (5 Sitzungen) wieder abgebrochen. Irgendwie hat es mit dem Therapeuten nicht hingehauen, ich konnte mich nicht komplett öffnen und es ging mir teilweise noch schlechter.
Ab August habe ich mich nun auch um einen Platz in einer Klinik bemüht, wo ich dann den Beginn einer neuen Therapie wagen werde. Immerhin bin ich dann in Beobachtung und man kann sofort eingreifen, wenn es mir doch schlechter gehen sollte.

Warum ich so ausführlich darüber schreibe?
Ich möchte euch zeigen, dass es sich lohnt den Kampf anzugehen.
Ich kämpfe mich gerade Schritt für Schritt in ein normales Leben zurück, ja es gibt auch Rückschläge, aber ich bleibe dran und will unbedingt was an der aktuellen Situation ändern.
Das Leben ist zu wertvoll...

Freitag, 10. Juni 2016

Aller Guten Dinge sind Drei

Naja oder auch nicht gute Dinge, wie die Abschlussprüfungen meiner Ausbildung.
Heute habe ich die letzte geschrieben.
Endlich frei. *-* :D
Naja eigentlich kann ich mich auch morgen wieder hinsetzen und lernen, da die Prüfung heute irgendwie völlig für den Arsch war. -.-*
Bin in jedes Fach mit einer drei als Vornote reingegangen und so gut wie alle Lehrer haben gesagt, wenn ich eine vier schreibe nehmen sie mich in die mündliche Nachprüfung, so dass ich die vier nicht auf dem Zeugnis habe.
Die anderen beiden Prüfungen kann ich vermutlich sogar um die zwei auf dem Zeugnis kämpfen in der mündlichen Prüfung. Heute allerdings hoffe ich sehr, dass ich es gerade so auf die drei geschafft habe...
Es waren insgesamt vier Aufgaben. Drei hatten um die 15 Punkte und eine (die ich natürlich nicht konnte) hatte einfach mal 30 Punkte.
Auf unserem Deckblatt war auch eine Übersicht über die Noten dabei und wenn mir "nur" diese dreißig Punkte fehlen, dann bin ich schon bei einer vier. Angenommen natürlich volle Punktzahl bei den anderen Aufgaben...
Naja habe mir versucht irgendwas aus dem Finger zu ziehen, um wenigstens ein paar der dreißig Punkte zu erhalten.
Nun heißt es hoffen, dass ich die Drei geschafft habe.
Am 21. bekommen wir die Ergebnisse unserer schriftlichen Prüfungen.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Lebenszeichen

Hallo ihr Lieben.
Ich weiß es ist wirklich ewig her, seit ich mich das letzte Mal gemeldet habe.
Aber es war einfach so viel los und mir ging es psychisch auch nicht berauschend, so dass ich einfach nicht die Kraft hatte mit meiner Außenwelt zu kommunizieren.
Letztes Jahr im Februar war es dann so extrem, dass ich noch einen zweiten Versuch gewagt habe und mir einen neuen Psychiater gesucht habe.
Termin hatte ich dann im Juni bekommen, wo ich die Diagnose "rezidivierende Depressionen" erhalten habe. Wurde auch auf die ersten  Antidepressiva eingestellt, welche ich allerdings nach einem Monat auf Grund extremster Nebenwirkungen wieder absetzen musste. Also Versuch mit ADs Nummer zwei, welche Anfangs gut halfen, aber nach ein bis zwei Monaten gibt es immer so eine Art resistenz. Daher bin ich nun auf der zweithöchsten Dosis angekommen.
Aber zur Zeit geht es eigentlich gut bergauf, da auch ein Ende des Schulstresses in Sicht ist. *-*
Das muss erstmal einer nach machen, so viele Fehlzeiten zu haben und die Ausbildung dann doch in Regelzeit mit einem doch relativ guten Ergebnis zu schaffen.
Morgen schreibe ich die letzte Prüfung und dann muss ich vermutlich in den Fächern noch einmal mündlich ran.

Werde mich morgen melden, wie es gelaufen ist. :)

Samstag, 8. November 2014

Sachen Liebe

Wie ich im Post Ich lebe noch berichtet habe, hat sich in Sachen Liebe etwas getan.
Da es nun doch ernster zu werden scheint, habe ich mich entschlossen euch davon zu berichten! 

Ich mag ihm hier noch keinen Namen geben, dafür ist es noch zu frisch. Aber ich habe hier bereits von ihm berichtet.
Also wir kennen uns schon länger, haben aber so richtig erst seit knapp einem halben Jahr etwas zu tun. Ich dachte eigentlich, dass er mich nicht leiden kann, da er immer ziemlich abweisend war und mich oft ignoriert hat. Vor knapp 7 Wochen haben wir uns im Club hier getroffen. Also eigentlich nach dem Club an der Bushaltestelle. Er stand mit einer Bekannten von mir da, die mich auch gleich angesprochen hat, so dass ich mich dann doch zu der Gruppe stellte. Er fragte dann so, mit welchem Nachtbus ich fahren müsse. Als ich antwortete meinte er, dass er ja auch mit dem Bus fahren muss und ob ich ihn den mitnehmen könnte. Dazu muss gesagt werden, dass er schon ziemlich betrunken war. Also habe ich ihn dann notgedrungen mitgenommen, notgedrungen deshalb, weil ich ihn eigentlich total arrogant und unsympathisch fand. Dennoch sollte ich sagen, dass ich gut aussehend fand.
Im Nachtbus haben wir uns eigentlich sehr gut unterhalten, da wir doch viele ähnliche Interessen haben und auch viele gemeinsame Freunde und Bekannte. Er fragte zwischendurch auch, ob er mich nach Hausen bringen soll, was ich allerdings abgelehnt habe. Einmal hat er mich auch an sich ran gezogen und meinte so: "Ach Tinschen ich mag dich!" Im weiteren Gespräch meinte er dann so: "Ach komm ich bring dich jetzt nach Hause!" Ich war doch nicht mehr ganz so abgeneigt, da wir uns im Bus wirklich gut verstanden haben, und habe dann nichts weiter gesagt. An meiner Haltestelle sind wir dann ausgestiegen, er ist erst mal an den Baum gegangen. Er hat sich auch einen Einmalhandschuh angezogen (wo auch immer er den her hatte). Dann haben wir auf dem Weg zu mir erstmal eine geraucht und gequatscht. Ab der Hälfte hat er auch meine Hand genommen. Vor der Haustür hat er sich verabschiedet mit den Worten: "Ich melde mich morgen bei dir!" Ich schaute ihn skeptisch an: "Das weißt du morgen eh nicht mehr!" Da hat er ganz beleidigt geschaut und meinte geknickt: "Doch ich melde mich, versprochen!" Ich habe noch gelacht und meinte: "Das werden wir morgen sehe. Ich glaube da noch nicht dran!" Zum Abschied hat er mich ganz kurz auf den Mund und auf die Wange geküsst und mich dann ewig lange umarmt. Dabei schwankte er schon ganz schön. Spätestens ab dem schwanken hatte ich ein bisschen Angst und meinte: "Wenn du jetzt umfällst, dann reißt du mich mit, das ist dir bewusst?" Er murmelte nur ein "Tschuldigung" und löste die Umarmung. Dann: "Ich werde mir jetzt einen Grund geben, dass nicht zu vergessen!" Er hat mich nochmal an sich heran gezogen und geküsst. War wie in den ganzen Filmen. Erst total vorsichtig und dann immer leidenschaftlicher. Es war echt der beste Kuss in meinem Leben bisher, weil einfach alles passte. Zum Ende meinte er zwischen durch ob ich ihm jetzt glaube, das er es nicht vergisst sich zu melden. Einfach nur total süß!
Es bleib nur bei dem Kuss, aber er hat sich am nächsten Tag wirklich noch gemeldet.
Erst haben wir über viele belanglose Geschichten geschrieben, auf einmal kam er von sich aus auf den Kuss zurück und fragte wie wir nun damit umgehen und was wir daraus machen. Meine Antwort war, dass es eine schwierige Frage ist und dass ich vergessen und ignorieren immer ziemlich doof finde. Danach bin ich nochmal schlafen gegangen. In der Zeit schrieb er, dass er damit kein Problem hätte. Etwa 1 1/2 Stunden später kam ein Nachsatz: "Aber es geht ja darum, was wir nun daraus machen!" Wir haben eine Weile ohne wirkliches Ergebnis geschrieben. Aber man hat gemerkt, dass es ihn beschäftigt hat, denn auf einmal meinte er auch, dass es vielleicht mega dumm von ihm war. Als ich fragte warum sagte er, dass er halt nun nicht wisse, wie es weiter gehen soll. Er hat den Abend auch ein Foto von sich gepostet mit dem Titel: "I like it when you smile, but I love it when i´m the reason!"
Seit dem haben wir öfter geschrieben und hatten auch schon ziemlich eindeutige Themen über Sex und so was.
Vor knapp zwei Wochen machte das Thema auch beim DRK die Runde und ein Bekannter machte darauf hin auf meiner Chronik bei Facebook einen Status von wegen: "Na Tina wir rätseln, was gerade so los ist mit dir? Bist du etwa verliebt??" Jemand anderes kommentierte es mit: "Wer bist du? Gesucht wird ein Typ, der seit mehreren Wochen mit Tine bei Facebook schreibt, aber nicht den Arsch in der Hose hat nach ihrer Nummer zu fragen. An dich: Frag sie!" Darauf wieder der Verfasser des Posts: "Genau. Wer Tine knutscht muss auch nach ihrer Nummer fragen!"
Am nächsten Morgen hatte ich gleich 5 Nachrichten von ihm, mit Screens des Posts und der Kommentare. Ich habe ihm erklärt wie es dazu gekommen ist. Wir haben den Tag noch richtig gut geschrieben. Am nächsten Tag habe ich gefragt, warum ihn der Post denn so aufgeregt hat. Darauf habe ich dann keine Antwort mehr bekommen. Ich hatte aber auch keinen Bock ihm hinterher zu rennen und habe einfach versucht ihn zu vergessen. Am Donnerstag hat er mir dann doch wieder geschrieben. Nun war ich aber bei meinen Großeltern in Nauen, wegen des Streiks bei der Deutschen Bahn, da ich von Nauen besser in die Schule gekommen bin. Dort hatte ich wenig bis gar kein Internet. So war wenig bis gar keine Kommunikation möglich.
Seit ich heute wieder da bin haben wir haben viel geschrieben. Irgendwie kamen wir wieder auf das Thema Sex und mit einem Mal fragte er wieder, was zwischen uns denn nun ist und ob er den Post richtig gedeutet hat, dass ich auf ihn stehe. Ich antwortete, dass ich auch nicht wisse, was das nun ist und dass ich nicht abgeneigt wäre. Gleichzeitig fragte ich aber auch, wie er die Situation sieht. Seine Antwort hat mich dann doch echt umgehauen. Er hat schon Interesse, weiß aber nicht, ob er schon bereit ist eine neue Beziehung einzugehen! Irgendwie hätte ich damit dann doch irgendwie nicht gerechnet, umso mehr habe ich mich darüber gefreut! Naja jetzt lassen wir es erstmal langsam angehen und er kommt morgen vorbei und schauen uns zusammen einen Film an. Auf jeden Fall wirklich krasse Wendung und ich bin gespannt, was das morgen bringt.
Werde bestimmt berichten.