Donnerstag, 5. April 2018
Probezeit-Gespräch
Seit 16.10.2017 arbeite ich nun im neuen Unternehmen, dass heißt meine Probezeit endet bald und es musste ein Gespräch über den Verlauf und die Perspektive geben.
Wir trafen uns auf der Arbeit und gingen dann die Straße runter zum Bäcker, da mein Teamleiter kein eigenes Büro hat.
Das Gespräch verlief sehr entspannt und positiv. Ich habe die Probezeit bestanden und darf erstmal im Betrieb bleiben.
Das freut mich sehr, immerhin hatte ich im letzten Jahr doch einige Wechsel gehabt. Außerdem gefällt mir das Team, in dem ich arbeite sehr gut und ich habe sogar schon mein eigenes Bezugskind, für dessen Belange ich zuständig bin.
Es ist ein relativ einfacher Fall, mit einer sehr umgänglichen Mutti, die nur das Beste für ihr Kind möchte und somit nicht viel gegen die Einrichtung und die Hilfe an sich einzuwenden hat. Also perfekt für den Einstieg. Und ich bin auch nicht komplett alleine zuständig, sondern habe eine Stellvertreterin und kann mich bei Fragen an jeden Kollegen und jede Kollegin wenden.
Einfach ein komplett anderes Arbeiten, als in dem Unternehmen vorher. Da war es ein reines Stutenbeißen und ich bin dort einfach nicht glücklich geworden.
Nun ist mein Vertrag zwar bis Mitte Oktober befristet, aber das sind zur Zeit so gut wie alle Verträge, die man bekommt und der Bedarf für mich ist auf jeden Fall gegeben, so dass ich sehr hoffnungsvoll bin, auch nach Oktober noch hier arbeiten zu dürfen.
Samstag, 16. Dezember 2017
Comeback
Hey ihr Lieben.
Ich wurde vor einiger Zeit von einer alten Bekannten beim Klassentreffen auf diesen Blog angesprochen und dass sie es total schade finde, dass es keine Updates mehr gibt.
Immer wieder spukte nun das Thema Blog wieder in meinem Hinterkopf umher und ich habe mich nun dazu entschlossen den Blog zu reaktivieren. Vielleicht hilft es mir ja doch einiges in meinem Kopf zu ordnen zu bestimmten Themen. Außerdem ist es doch eine tolle Abwechslung, habe auch gerade einige meiner alten Posts nachgelesen und musste bei einigen doch sehr schmunzeln. ☺
Was hat sich getan bei mir?
Ich habe einen langen Klinik Aufenthalt in Bad Bramstedt hinter mir. Es war so mit die beste, aber auch anstrengendste Zeit in meinem Leben. Ich so viele tolle neue Leute kennen gelernt, die doch alle ähnliche Sorgen und Probleme haben. In den Gruppen-Therapien habe ich mich teilweise gefragt, ob die Leute von ihren Problemen sprechen oder meine Gedanken gelesen haben. Auch unabhängig vom Alter habe ich noch mit vielen aus dieser Zeit Kontakt und man erinnert sich immer wieder gemeinsam an witzige Erlebnisse, von denen es einige gab. Gerade meine Station (die A1 = ADHS im Erwachsenen Alter) war in der Klinik etwas gefürchtet, da wir doch alle einen mehr oder weniger kleinen Knall hatten und es bei uns immer laut und teilweise auch sehr lustig zuging. Schon faszinierend, wie sehr man sich teilweise verstellen kann bzw. wie sehr die Hyperaktivität und die Depressionen sich gegenseitig beeinflussen.
Nach den zwei Monaten in Bad Bramstedt ging es wieder zurück in die Heimat und es folgten zwei Monate teilstationär in einer Tagesklinik. Schrecklichste Zeit überhaupt, auch wenn ich dabei viel über mich und die Entstehung bzw den Zusammenhang einiger meiner Probleme gelernt habe. Aber im Großen und Ganzen ist die Klinik nicht auf ADHS ausgelegt gewesen und daher habe ich eher wenig in die Gruppe gepasst, bis dann eine junge Dame dazu kam, wo ich ebenfalls ne Hyperkinetische Störung vermutet habe. Besagte Dame ist mit einer Borderline-Diagnose entlassen worden. Dazu muss ich erklären, dass ADHS und Borderline sich sehr stark ähneln und sehr schwierig zu unterscheiden sind, wenn man die Unterschiede nicht kennt. Auf jeden Fall war nach 9 Wochen mitten in der Umstellung meines Antidepressivas (war gerade am ausschleichen) kurzfristig Schluss. Ich wurde wegen angeblich zu vieler Fehltage vorzeitig entlassen, dabei hatte ich genau die Tage, die ich haben durfte und es wurden mir Tage an denen ich zu spät gekommen bin als Fehltage angekreidet. Insgeheim denke ich, sie haben nur einen Grund gesucht mich los zu werden.
Seit Dezember letzten Jahres erhalte ich Wiedereingliederungshilfe nach SGB XII, dass heißt eine nette Dame die mich 13 Stunden im Monat betreut und mit mir bestimmte Strukturen erarbeitet. Sie hilft mir sehr weiter und wir verstehen uns auch gut. Dennoch hat es fast ein Jahr gedauert, bis ich mich auf die Hilfe einlassen konnte. Auch hier bin ich wieder in mein Vermeidungsverhalten gefallen, habe mich eingeigelt und Termine nicht wahr genommen. Es gab ein ernstes Gespräch, später auch mit der Dame vom Sozialamt und mir wurde durch eine Aufgabe (ich sollte schreiben, was mir die Hilfe bringt und was passieren würde wenn ich die Hilfe nicht mehr hätte) klar, wie wichtig meine ambulante Betreuerin für mich ist. Es ist wirklich nur eine Unterstützung und hat nichts mit einem gesetzlichen Betreuer zu tun.
In diesem Jahr habe ich 2 mal die Arbeit gewechselt und arbeite nun seit knapp zwei Monaten in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe. War schon immer mein Wunschbereich als Erzieherin. Auch wenn meine Betreuerin immer wieder meint, wie paradox es doch ist, dass ich auf Arbeit Kinder und Jugendliche auf einen guten Weg bringe und doch mein eigenes Leben wenig bis kaum auf die Reihe bekomme. Vor meiner jetzigen Stelle habe ich ein halbes Jahr bei einem anderen Träger der Jugendhilfe gearbeitet.
Und nicht zu vergessen der eine Monat Gastspiel in einer Eltern-Kind-Gruppe im Asylübergangswohnheim. Aber das war absolut nicht meine Stelle, die Kinder waren mir alle zu jung, die Eltern haben nicht mitgezogen und diese Gruppe gab es mit meinem Beginn dort. Also wäre es meine Aufgabe gewesen, alles zu erschaffen, wozu ich mich definitiv nicht in der Lage gesehen habe. Es war mir alleine zu viel Verantwortung.
Außerdem bin ich Anfang des Jahres umgezogen. Ich habe nun eine gemütliche 3-Raumwohnung in zentraler Lage meiner Stadt. Wirklich schöne Ecke und das optimale, ich bin mit Fahrrad innerhalb von 3 Minuten am Kreisverband vom DRK. Das ist für die Ausbildungsabende und Einsätze wirklich extrem praktisch.
Örchen ist leider Ende letzten Jahres gestorben. 😔
Er war zum Ende sehr krank und ich stelle mir teilweise die Frage, ob ich den Zeitpunkt um ihn zu erlösen verpasst habe und ob er sich dadurch sehr gequält hat.
Aber ich habe seit etwa 1 1/2 Jahren einen zweiten Kater (Ralf) und gegen März diesen Jahres kam noch ein weiterer Kater (Mex) dazu.
Das war in absoluter Kurzfassung mein letztes Jahr.
Ein weiteres großes Kapitel des letzten Jahres folgt morgen. Ich bin gleich auf einen Geburtstag eingeladen.
Montag, 6. Mai 2013
Guter Start in die kurze Woche
Sonntag, 28. April 2013
Eine Frage der Autorität
Diese eine Woche nach dem Seminar war so extrem für mich. Ich bin schon ein sehr harmoniebedürftiger Mensch und ich mag es eigentlich gar nicht immer nur mit den Kindern zu meckern. Aber diese Woche blieb mir und auch den Pädagogen nichts anderes übrig. Der eine hat ein paar Wutausbrüche bekommen, von denen zwei bis drei Stück sich über eine Stunde mit Schreien, Toben, Brüllen und Weinen hingezogen haben. Ein anderer Schüler wurde sogar handgreiflich, also er versuchte mich und einen Unterrichtshelfer zu treten, des Weiteren hat er dann eine Lehrerin mit Kastanien beschmissen.
Mein Problem bei solchen Sachen ist auch, dass ich oft das Gefühl habe, die kleinen tanzen mir auf der Nase rum, aber gut das tun sie nicht nur mir. Dennoch frage ich mich oft, was soll ich als kleine FSJlerin dagegen tun. Ich frage mich oft, wie weit ich Autorität in der Klasse habe, denn nichts könnte blöder sein, als wenn ich einem Kind eine Strafe aufbrumme und die Lehrerin setzt diese nicht um.
Und gerade bei der Klassenlehrerin habe ich da so meine Bedenken, ob sie nicht meine Autorität untergraben würde. Also in der Klasse in der ich seit etwa zwei Monaten arbeite ist die Klassenlehrerin, welche schon etwas älter ist und dann noch eine zweite Lehrerin, die noch sehr jung ist und mit der ich mich auch gut verstehe.
Als am Montag eine Situation zu eskalieren drohte habe ich einen Schüler in den Nebenraum geschickt, damit der Rest sich wieder beruhigt. In dieser Zeit war die junge Lehrerin kurz draußen, um mit einer anderen Kollegin etwas zu klären. Als sie wieder rein gekommen ist war es Zeit für die Hofpause und sie hat mir die Entscheidung überlassen, was ich mit dem Schüler machen sollte, den ich in den Nebenraum geschickt habe. Das fand ich richtig gut von ihr, denn sonst hätte der Junge vielleicht mitbekommen, dass er mit mir machen kann was er will.
Auch die Direktorin unterstützt mich. Als ein Schüler mir das Handy aus der Hand geschlagen hat, im Wutausbruch hat sie es auch mich mit ihm klären lassen.
Aber bei der Klassenlehrerin bin ich mir unsicher, ob sie mir zustimmen würde, wenn ich sage, dass Schüler XY nicht mit auf die Hofpause darf, sondern dafür oben bleiben muss. Problem dabei ist dann auch immer noch, dass ja jemand mit ihm oben bleiben müsste.
Muss echt sagen, dass ich keinen weiteren Weg mehr weiß, mich bei den Kindern ordentlich durch zu setzten. War diese Woche wirklich nur am meckern.
Hoffentlich wird die Woche nach dem Urlaub besser.