Gestern wieder einmal einen Termin bei meinem Psychiater gehabt. Er ist zum Glück ein absoluter Experte auf dem Gebiet ADHS im Erwachsenenalter und die damit auftretenden anderen Erkrankungen, wie bei mir die Depressionen.
Da ich zur Zeit wieder sehr starke Antriebsprobleme habe, ich wieder in eine Gleichgültigkeit abzurutschen drohe und mein Schlafrhythmus komplett aus der Bahn geworfen ist, vermute ich sehr stark, dass ich am Rande einer erneuten depressiven Phase stehe.
Beziehungsweise mich auf dem Weg nach unten befinde, denn depressive Verstimmungen gehören bei mir zum normalen Alltag dazu. Habe nämlich zusätzlich eine Dysthemie, also eine chronische depressive Verstimmung, diagnostiziert bekommen. Das heißt die Symptome sind nicht ganz so ausgeprägt, wie bei einer depressiven Episode, aber dennoch vorhanden
Zusätzlich können allerdings auch depressive Episonden auftreten, man spricht dann von einer Doppeldepression. Begünstigt wird das Ganze, wenn es unbehandelte beziehungweise nicht erkannte depressive Episoden gab. Das waren bei mir durchaus einige, allerding habe ich nie mit jemandem darüber reden können beziehungsweise wurde dann nicht ernst genommen, womit ich noch weniger bereit war, darüber zu sprechen.
Auf jeden Fall ist mein Arzt sich gestern sehr unsicher gewesen, wie er die aktuelle Situation werten soll. Er meinte, entweder es ist wirklich eine beginnende Episode oder ich bin mit meinem Antidepressivum über dem Wirklevel und müsste wieder runter dosieren.
Allerdings möchte er zur Zeit äußerst ungern am Antidepressivum rumbasteln. Zitat: "Wer weiß, was das alles gerade noch zusammen hält."
So gibt es nun einen anderen Versuch. Und zwar ist mein ADHS-Medikament Methylphenidat in Form von Ritalin Adult durch Amfetaminsulfat-Saft ausgetauscht worden. Er meinte, dass Ritalin oft den Effekt hat, dass man Gefühlskalt wird und in eine Gleichgültigkeit abzurutschen droht. Außerdem ist der Amfetaminsulfat-Saft Antriebssteigernd und soll mir den "Tritt in den Arsch" geben.
Des Weiteren soll die Wirkung sanfter sein und es soll weniger Probleme mit dem Rebound geben.
Rebound ist der Moment, wenn die Wirkung des Medikaments aufhört und die Symptome wie Unruhe, Aufmerksamkeitsstörung, Impulsivität und Konzentrationsprobleme sehr stark wieder eintreten. Das hat aber nichts mit Abhängigkeit oder so zu tun. Ich vergleiche es einfach mal mit einer Sehschwäche. Ohne Brille oder Kontaktlinsen kann man zwar auch schauen, aber es ist anstrengender. Hat man nun eine ganze Weile seine Sehhilfe benutzt und setzt diese ab, dann hat man logischer Weise wieder Probleme mit dem Sehen. Nach einiger Zeit fängt der Körper an zu kompensieren und man kann wieder etwas besser schauen, zwar mit Kopfschmerzen etc. als Nebenwirkung, aber es ist besser als kurz nach dem Absetzen der Sehhilfe.
Ich mit Medikinet extreme Probleme mit dem Rebound und wurde nach Wirkstoffende teilweise Aggressiv und konnte einfache Fragen nicht beantworten, geschweige denn meine Handynummer angeben. Keine 10 Minuten nachdem ich verzweifelt eine Freundin habe meine Nummer aufschreiben lassen, wusste ich sie wieder.
Ich bin wirklich gespannt, wie ich die Wirkung erlebe und ob ich einen großen Unterschied zwischen Ritalin und dem Saft merke.
Nach dem ersten Tag kann ich noch nicht so viel sagen. Nur das ich mich anders fühle. Irgendwie wacher beziehungsweise klarer.
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Mittwoch, 21. März 2018
Montag, 18. November 2013
Überdosiert
Wie ich solche Anpassungsphasen bei den Medikamenten doch liebe...
Heute morgen um 6 Uhr eine 20 mg Medikinet Adult genommen und damit den Tag bis um 12 Uhr geschafft.
Nun habe ich mit meiner Ärztin abgesprochen, dass ich zum Mittag noch eine 10 mg nachnehmen kann, damit ich den Tag besser schaffe und mich auch Nachmittags auf die Hausaufgaben konzentrieren kann.
Also habe ich kurz vor 12 Uhr meine Stulle gegessen und noch eine Medikinet genommen.
Keine zehn Minuten später hatte ich heftigste Kopfschmerzen, extreme Müdigkeit, zeitweise Übelkeit, war kaum in der Lage mich zu konzentrieren und konnte kaum schlucken, da mein Mund so trocken war.
Ich bin dann noch zu meiner FSJ-Stelle gefahren und habe bei der AG Tanzen zugeschaut. In der Pause habe ich mich mit der Lehrerin unterhalten, welche auch den Satz des Tages zu mir sagte: "Hast du am Wochenende gekifft?" Ich schaute sie völlig schockiert an: "Wie bitte?" "Naja ob du am Wochenende gekifft hast, deine Pupillen sind so riesig!" Ich war echt völlig perplex: "Nein habe ich nicht! Die sind immer so groß!"
Im Nachhinein denke ich, dass es auch ein weiteres Symptom war.
Habe dann noch meiner ehemaligen Praxisanleiterin wieder einmal gezeigt wie man Fröbelsterne bastelt.
Auf dem Weg nach Hause habe ich dann einmal gegooglet, was alles so für eine Überdosierung spricht und Leute, ich war definitiv überdosiert.
Meinen Puls habe ich nicht gemessen und als ich es dann doch tat war ich vorher ein wenig Fahrrad gefahren, aber er ist gerast!
Mal schauen, ob ich mich da noch einfuchsen kann mit dem Zeitpunkt, damit ich nicht noch einmal überdosiert bin.
Dieses Gefühl ist echt richtig unschön!
Heute morgen um 6 Uhr eine 20 mg Medikinet Adult genommen und damit den Tag bis um 12 Uhr geschafft.
Nun habe ich mit meiner Ärztin abgesprochen, dass ich zum Mittag noch eine 10 mg nachnehmen kann, damit ich den Tag besser schaffe und mich auch Nachmittags auf die Hausaufgaben konzentrieren kann.
Also habe ich kurz vor 12 Uhr meine Stulle gegessen und noch eine Medikinet genommen.
Keine zehn Minuten später hatte ich heftigste Kopfschmerzen, extreme Müdigkeit, zeitweise Übelkeit, war kaum in der Lage mich zu konzentrieren und konnte kaum schlucken, da mein Mund so trocken war.
Ich bin dann noch zu meiner FSJ-Stelle gefahren und habe bei der AG Tanzen zugeschaut. In der Pause habe ich mich mit der Lehrerin unterhalten, welche auch den Satz des Tages zu mir sagte: "Hast du am Wochenende gekifft?" Ich schaute sie völlig schockiert an: "Wie bitte?" "Naja ob du am Wochenende gekifft hast, deine Pupillen sind so riesig!" Ich war echt völlig perplex: "Nein habe ich nicht! Die sind immer so groß!"
Im Nachhinein denke ich, dass es auch ein weiteres Symptom war.
Habe dann noch meiner ehemaligen Praxisanleiterin wieder einmal gezeigt wie man Fröbelsterne bastelt.
Auf dem Weg nach Hause habe ich dann einmal gegooglet, was alles so für eine Überdosierung spricht und Leute, ich war definitiv überdosiert.
Meinen Puls habe ich nicht gemessen und als ich es dann doch tat war ich vorher ein wenig Fahrrad gefahren, aber er ist gerast!
Mal schauen, ob ich mich da noch einfuchsen kann mit dem Zeitpunkt, damit ich nicht noch einmal überdosiert bin.
Dieses Gefühl ist echt richtig unschön!
Mittwoch, 10. Juli 2013
Dosierungsanpassung
Ab morgen nehme ich 20 mg Medikinet retardiert. CHECK!
Habe heute das Okay von der Vertretungsärztin meiner Psychiaterin bekommen. Und zwar ist meine Ärztin gerade im Urlaub. Vorher hatte ich bestimmt fünf mal angerufen um mit ihr die Dosierung anzupassen, da ich mit 10 mg am Tag total unterdosiert bin und wieder anfange die Therapie zu verweigern und einfach gar nicht mehr nehme. Immer wurde ich abgewiesen mit "Frau Doktor ruft sie gleich zurück!" Auf diesen Anruf habe ich fünf mal gewartet. Nun war ich gestern in der Praxis um zu erfahren, dass sie jetzt im Urlaub ist.
Heute morgen nach dem Frühstück lauerte das nächste Problem. Ich habe nur noch 12 Tabletten, reicht laut zählen bis zum 22., genau an dem Tag fahr ich in den Urlaub und am 23. ist meine Ärztin aus dem Urlaub wieder da. Also würde ich in der Luft hängen.
Mit mir gekämpft bei der Vertretungsärztin anzurufen und sie zu fragen ob sie mir ein neues Rezept ausstellt. Schließlich sind es BTM-Medikamente und sie kennt mich nicht. Auch habe ich bisher nichts gutes über sie gehört, aber am Telefon war sie sehr freundlich. Zweimal war besetzt, dann war die Ärztin selber am Telefon. Habe ihr erklärt was Sache ist. "Ja naja dann müssen Sie vorbei kommen. Wir stellen ihnen das aus, müssen wir ja als Vertretungsarzt. Wie weit kommen sie denn noch mit den Tabletten?" Habe ihr erklärt wie es aussieht und dachte dann kurz: "Warum fragst du sie nicht auch gleich ob du hochgehen darfst!" Gesagt getan. Habe ihr auch gesagt, dass ich mit 10 mg sehr unzufrieden bin und mich nicht wohl fühle und dass ich ja noch 20 mg Tabletten hier zu liegen habe und damit hinkomme, bis Frau Stein aus dem Urlaub zurück ist. "Also ohne dass ich Sie jetzt kenne würde ich sagen, versuchen sie es einmal mit den 20 mg, wenn es damit auch nicht besser ist, kommen sie vorbei und holen sich ein Rezept!" Jetzt bin ich echt glücklich. Muss sagen, dass ich es besser finde, als noch einmal 5 Euro für die Tabletten zu bezahlen, die dann eh rumliegen und auf ihren Einsatz warten, weil die Dosierung dann nach dem Urlaub angepasst worden wäre.
Mal schauen was der Tag morgen mit 20 mg bringt!
Habe heute das Okay von der Vertretungsärztin meiner Psychiaterin bekommen. Und zwar ist meine Ärztin gerade im Urlaub. Vorher hatte ich bestimmt fünf mal angerufen um mit ihr die Dosierung anzupassen, da ich mit 10 mg am Tag total unterdosiert bin und wieder anfange die Therapie zu verweigern und einfach gar nicht mehr nehme. Immer wurde ich abgewiesen mit "Frau Doktor ruft sie gleich zurück!" Auf diesen Anruf habe ich fünf mal gewartet. Nun war ich gestern in der Praxis um zu erfahren, dass sie jetzt im Urlaub ist.
Heute morgen nach dem Frühstück lauerte das nächste Problem. Ich habe nur noch 12 Tabletten, reicht laut zählen bis zum 22., genau an dem Tag fahr ich in den Urlaub und am 23. ist meine Ärztin aus dem Urlaub wieder da. Also würde ich in der Luft hängen.
Mit mir gekämpft bei der Vertretungsärztin anzurufen und sie zu fragen ob sie mir ein neues Rezept ausstellt. Schließlich sind es BTM-Medikamente und sie kennt mich nicht. Auch habe ich bisher nichts gutes über sie gehört, aber am Telefon war sie sehr freundlich. Zweimal war besetzt, dann war die Ärztin selber am Telefon. Habe ihr erklärt was Sache ist. "Ja naja dann müssen Sie vorbei kommen. Wir stellen ihnen das aus, müssen wir ja als Vertretungsarzt. Wie weit kommen sie denn noch mit den Tabletten?" Habe ihr erklärt wie es aussieht und dachte dann kurz: "Warum fragst du sie nicht auch gleich ob du hochgehen darfst!" Gesagt getan. Habe ihr auch gesagt, dass ich mit 10 mg sehr unzufrieden bin und mich nicht wohl fühle und dass ich ja noch 20 mg Tabletten hier zu liegen habe und damit hinkomme, bis Frau Stein aus dem Urlaub zurück ist. "Also ohne dass ich Sie jetzt kenne würde ich sagen, versuchen sie es einmal mit den 20 mg, wenn es damit auch nicht besser ist, kommen sie vorbei und holen sich ein Rezept!" Jetzt bin ich echt glücklich. Muss sagen, dass ich es besser finde, als noch einmal 5 Euro für die Tabletten zu bezahlen, die dann eh rumliegen und auf ihren Einsatz warten, weil die Dosierung dann nach dem Urlaub angepasst worden wäre.
Mal schauen was der Tag morgen mit 20 mg bringt!
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