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Samstag, 3. März 2018

Be smart...

Gut "Don't Start" kann ich leider nicht sagen, aber ich kann stolz sagen, dass ich seit 4 Wochen und 2 Tagen Nichtraucherin bin! :)
Bin diesmal auch super zuversichtlich, dass es so bleibt. Denn solch einen langen Zeitraum habe ich bisher noch nicht geschafft.

Wie kam es dazu?
Nun ganz einfach, ich habe am 1. Februar eine Weisheitszahn-OP gehabt und habe vorher gegen 9 Uhr nochmal eine geraucht. Dann kam die "nette" OP, die ziemlich schwierig war.
Danach war an rauchen nicht zu denken, beziehungsweise hatte ich keine Lust und 24 Stunden später dachte ich mir, dass ich die aktuelle Situation ja gleich ausnutzen könne und ganz aufhöre.
Gesagt getan, die ersten Tage, als ich unausstehlich gewesen bin, hat man es noch auf die OP zurück führen können.
Klar hat dieser Entschluss zwischenzeitlich etwas gewackelt, aber ich bin eisern geblieben und habe bisher keine geraucht und auch keinen Zug genommen.
Ich finde es ist ganz viel konditioniert. Sprich ich fuhr zur Arbeit und rauchte eine, ich ging in die Stadt und rauchte eine, nach dem Bereitschaftsabend stand man beisammen und rauchte eine. Das ist am Anfang ziemlich ungewohnt gewesen. Nun kann ich auch mit einem Raucher zusammen stehen, beziehungsweise bei jemandem mitfahren, der im Auto raucht ohne das es mir etwas ausmacht.
Klar hatte ich gestern nach der Fahrt ziemlichen Schmacht, aber ich habe mir einfach wieder ins Gedächtnis gerufen, was ich an Geld, Lebenszeit und Lebensenergie spare, wenn ich nicht weiter rauche. Die Schmacht kam auch eher aus dem Gespräch, was wir führten.

Einzig zwei Ausnahmen habe ich für mich jetzt schon definiert.
Das ist zum Einen der Besuch in einer Shisha-Bar mit Freunden, ich rauche generell nicht so viel Shisha mit, aber möchte es schon genießen.
Und zum Anderen gibt es bestimmte Situationen, vielleicht zwei bis dreimal im Jahr, wo ich ganz entspannt mit Freunden, eigentlich alles ADHSler, zusammen sitze und mit Marihuanna etwas runter komme. Es ist wirklich absolut selten, dass ich etwas rauche und diese Momente möchte ich mir auch nicht nehmen lassen.
Ich gehöre auch zu der Gruppe an Patienten, die auf Rezept Cannabis bekommen würden.

Alles in Allem, hätte ich nicht gedacht, dass es so einfach wird aufzuhören.
Da ich  schon einige gescheiterte Versuche hinter mir habe und es diesmal doch eine sehr spontane Entscheidung gewesen ist.
Und wie schon geschrieben, bin ich diesmal auch relativ zuversichtlich, dass es klappt.

Montag, 16. Dezember 2013

Der innere Druck

Eine Woche ist die Ausstellung nun her. Seit dem geht es mir nicht wirklich gut. Es kommt derzeit so viel hoch, was ich am liebsten einfach wieder verdrängen möchte...

Wieder mal habe ich mich vor dem Gespräch extrem verrückt gemacht, wie ich es auch immer vor meiner Psychologin getan habe.
Leider habe ich mich völlig umsonst verrückt gemacht. Nach dem ersten Block Kunst, rief mich die Lehrerin noch einmal kurz zurück unter dem Vorwand des Klassenbuches. Als ich es ihr dann gab schaute sie rein und sagte eher zum Klassenbuch, als zu mir: "Sie haben heute einen Termin bei Frau XY? Ich soll Ihnen sagen, dass Sie mal kurz zu ihr in die Aula sollen!"
Ich natürlich extrem rot geworden. Kaum erzählt man einem Lehrer was, wissen es dann doch wieder alle. 
Also auf dem Weg in die Cafeteria einmal kurz in die Aula abgebogen und gefragt, was los ist. Sie schaute mitfühlend und sagte mir, dass sie heute den Termin absagen muss und wir es auf Donnerstag verschieben... Und deswegen habe ich mir seit dem Wochenende so einen Stress gemacht? Jetzt habe ich natürlich auch nochmal 3 Tage Zeit mich fertig zu machen.
Sie hat mich auch gefragt wie es mir geht. Als ich meinte, dass es mir nicht so gut geht, da einfach zu viel hochkommt und ich einfach nicht weiß wohin damit, hat sie mir den Tipp gegeben, dass ich alles aufschreiben soll. Es würde zum einen uns beim Gespräch dann helfen, aber auch mir persönlich, dass ich selber bestimmen kann, wann ich es mir antue und nicht immer wieder von den Gefühlen übermannt werde.
Auf der einen Seite finde ich es gut, dass ich mich noch einmal sammeln kann, aber auf der anderen Seite hätte ich es gerne endlich hinter mir.

Und das Ganze geht auch nicht ohne Folgen an mir vorbei. Seit genau einer Woche rauche ich...
Heute nach dem zweiten Block Sport meinte ich zu meinen Freunden, dass sie schon mal vorgehen sollen, ich müsse noch und holte mit gespitzten einmal tief Luft. Gleich hörte ich sie entsetzt "Rauchen???" sagen.
Ich mich also zu den Rauchern gestellt, meine Menthol-Zigaretten rausgekramt und sofort alle so: "Tine, du rauchst?" "Wirklich?" Dann hoch in L4 die Klausur geschrieben und davor kamen meine Freunde nicht mehr zu fragen warum.
Nach der Klausur haben wir noch gewartet um für das Weihnachtssingen in der Schule zu üben, denn wir spielen das Glockenspiel, während der Rest der Klasse dazu singt.
Auf jeden Fall wurde ich dann von ihnen bombardiert und irgendwie finde ich auch, dass es einfach voll blöde klingt, aber es beruhigt mich einfach und hilft mir wieder runter zu kommen und vor allem auf andere Gedanken zu kommen. 
Ich meinte das dann auch zu ihnen und habe auch gesagt, dass ich einfach keinen anderen Ausweg sehe, um mit dem inneren Druck fertig zu werden. Sie wissen nicht, warum ich letzten Montag die Aula fluchtartig verlassen habe. 
Aber ich bin der Meinung, dass ich lange genug geschwiegen habe und mich damit eigentlich noch viel mehr fertig gemacht habe. Und diesen psychischen Schaden wieder zu richten dauert jetzt eine Weile.
Und ich will es auf jeden Fall schaffen endlich lernen, wie ich damit umgehe. So lange ich das aber noch nicht weiß, versuche ich dem Druck stand zu halten, ohne aber alles wieder zu verdrängen. Und um diesem Druck stand zu halten helfen mir nun mal die Kippen.
Es ist auch maximal eine am Tag, mehr waren es bisher noch nicht. Und ich werde auch wieder mit aufhören, sobald der Druck weniger geworden ist.

Ich werde nun anfangen in das Buch zu schreiben und vielleicht werde ich auch ein bisschen zeichnen, mal schauen.
Habe auf jeden Fall schon ein extrem schönes Bild von meiner momentanen Gefühlslage gemacht, aber es ist mir zu privat um es hier zu veröffentlichen, da ich nicht möchte das mir jeder den Blog zuordnen kann.